BSZ Wiesau beteiligt sich mit vielen Läuferinnen und Läufern
 

Das BSZ Wiesau ist in diesem jahr mit einem großen Team beim Nofi-Lauf angetreten. Ein herzlicher Dank ergeht an alle Kolleginnen und Kollegen für ihre Teilnahme. Wir gratulieren zu den erreichten Platzierungen.

 

 

BSZ-Racing erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft von „F1 in schools“

Im Rahmen des internationalen Technologiewettbewerbs „F1 in schools“ nahm das Team BSZ-Racing des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Wiesau am 04. / 05. Mai 2018 an der  Deutschen Meisterschaft in Friedrichshafen teil. Kern des Wettbewerbes ist die Konstruktion und der Bau eines 20cm langen und mit einer Gaskartusche betriebenen Boliden. Das fünfköpfige Schülerteam und das Betreuerteam der Metallabteilung der Berufsschule beschäftigten sich seit Ende November 2017 intensiv mit ihrem Rennauto.  Auf der Süd-Ost-Meisterschaft in Hof im März diesen Jahres musste sich das Schülerteam gegen Teams aus Österreich, den Niederlanden und Hessen, sowie bayerischen Teams behaupten. Unter 18 Teilnehmenden Gruppen konnten sie sowohl den bayerischen Meistertitel, als auch den Gesamtsieg der Süd-Ost Meisterschaft für sich verbuchen. Als Sonderpreise holten sie das beste Portfolio, die beste Teampräsentation und die beste Konstruktion nach Wiesau.
„Dankenswerterweise unterstützen 20 Sponsoren der Region das Team finanziell und materiell“, erklärt Andreas Büttner Projektleiter an der Berufsschule.

Nun bedeutete es das gesamte Projekt nochmals zu überarbeiten, um auf der Deutschen Meisterschaft im Mai vorne mit dabei zu sein. Auf dem Firmengeländer der ZF Friedrichshafen kämpften Teams aus ganz Deutschland um den Titel und die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. In dieser Saison nahmen an dem internationalen Wettbewerb in Deutschland 200 Teams teil. Mit einem tollen neunten Platz und als beste Berufsschule in Deutschland waren sowohl die Schüler als auch die Lehrkräfte mehr als zufrieden. „Nur durch die tolle Zusammenarbeit mit der Ausbildungswerkstatt des ÜBZO und der BHS corrugated Weiherhammer konnten wir das alles meistern“, so der Betreuer Manfred Sladky von der Berufsschule. Vier der Auszubildenden erlernen den neuen Beruf des Produktionstechnologen beim Hauptsponsor.

 

Das Schülerteam mit seinen Lehrkräften und Betreuern auf der Deutschen Meisterschaft in Friedrichshafen.

Näheres zum Team und zum Wettbewerb findet man im Internet unter www.bsz-racing.de

 

Bestenehrung in Karlsruhe

Weit über die regionalen Grenzen hinweg macht sich die gute Ausbildung des BSZ Wiesau mit seinen dualen Partnern bemerkbar. So konnte bei der IHK-Bestenehrung in Karlsruhe ein Auszubildender der Kronimus AG im Fachbereich Verfahrensmechaniker als Landesbester geehrt werden. "Die Schüler reisen über drei Jahre über 350km einfach zu uns in die Berufsschule nach Wiesau an.", erläutert der Klassenleiter Norbert Scharnagl. "Es ist daher eine Ehre und eine Selbstverständlichkeit, dass wir zum Festakt nach Karlsruhe fahren." ergänzt Andreas Büttner vom BSZ Wiesau.
Sichtlich stolz präsentieren sich die Kollegen der Metallabteilung mit den Verantwortlichen der Kronimus AG mit dem geehrten Schüler. "So sieht gelungene Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft aus." freut sich der Ausbildungsleiter der Kronimus AG Jürgen Unger.

Jürgen Unger, Ausbildungsleiter Kronimus AG, Norbert Scharnagl, BSZ Wiesau, Christof Leuchtner, Vorstand Kronimus AG, Jochen Leonhard, Auszubildender, Andreas Büttner, BSZ Wiesau (v.l.)

 

BSZ Wiesau bringt „Beste“ hervor

Die 73 besten Absolventen einer Aus- und Weiterbildung in der Region ehrte die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim in der Regensburger Continental Arena. Von rund 5.000 Prüfungsteilnehmern im Sommer 2017 glänzten die 37 gewerblich-technischen und 17 kaufmännischen Auszubildenden sowie 19 Weiterbildungskandidaten mit herausragenden Leistungen in ihrem Fach. IHK-Vizepräsident Stefan Rödl und der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Weber überreichten den jungen Fachkräften Urkunden. Darüber hinaus ehrten sie die Ausbildungsbetriebe für deren Engagement um die Qualität der dualen Ausbildung in der Region. 21 Auszubildende wurden sogar die bayernweit Besten ihres Faches. Daran ist das BSZ Wiesau nicht unbeteiligt. Der in Wiesau beschule Konstruktionsmechaniker Butz Andreas wurde als Bester im IHK Bezirk Regensburg geehrt, der Schüler Nico Frech sogar als Bester in Bayern. Besonders stolz ist die Schule auf ihren Industriemechaniker Georg Mayer.  Er erhielt den „Praktikus 2017“ der Scheubeck-Jannsen-Stiftung verliehen. Der Sonderpreis geht an den besten Absolventen einer Metall- und Elektro-Berufsausbildung.

IHK-Vize Rödl ermunterte die Geehrten zu lebenslangem Lernen und die Unternehmen dazu, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine Weiterbildung zu ermutigen. „Im digitalen Wandel wird die Aus- und Weiterbildung zu einer entscheidenden Stellgröße, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Rödl. In fast jedem zweiten Industrieunternehmen fehlten heute schon Fachkräfte, die für das Fertigungs-Know-how der Industrie 4.0 dringend benötigt würden. Indes plane gegenwärtig nicht einmal jeder vierte Betrieb Aus- und Weiterbildungsprogramme zum Thema. „Industrie 4.0 ist keine plötzlich auftretende Erscheinung, sondern eine absehbare Entwicklung. Diese Revolution betrifft nicht nur einzelne Branchen oder Unternehmen“, gab Rödl zu bedenken.

Auch in dieser Thematik ist das Berufliche Schulzentrum in Wiesau bereits ganz vorne dabei. In unterschiedlichen beruflichen Ausbildungen ist Industrie 4.0 bereits ein fester Bestandteil. Von Robotik bis hin zu vernetzen Maschinen werden die jungen Menschen auf den digitalen Wandel vorbereitet.

Die Geehrten mit ihren Lehrkräften Norbert Scharnagl, BSZ Wiesau, Georg Meyer, Nico Frech, Andreas Butz und von der IHK Nordoberpfalz Florian Rieder (v.l.).

Von der Theorie in die Praxis

Maschinenbau-Studenten aus Pilsen besuchen erstmals Berufsschulzentrum Wiesau

Berufliche und akademische Bildung grenzüberschreitend miteinander vernetzen: Das ist das Ziel einer im Rahmen der Europaregion Donau-Moldau geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Staatlichen Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Wiesau und der Westböhmischen Universität Pilsen. Die seit Sommer 2016 bestehende Partnerschaft will die an beiden Standorten vorhandenen Ausbildungspotenziale optimal nutzen und gewinnt immer mehr an Dynamik. Bereits im vergangenen Jahr hatten Berufsschüler aus Wiesau in Pilsen Einblicke in die Welt der Wissenschaft und Forschung gewonnen. Nun traten erstmals 15 Maschinenbau-Studenten aus Pilsen zum Gegenbesuch im  Berufsschulzentrum an, um dort Praxisluft zu schnuppern. Begleitet wurde die Gruppe von Markus Meinke, Leiter der Regionalen Kontaktstelle der Europaregion Donau-Moldau beim Bezirk Oberpfalz, und Šárka Kuthanová, die als Dolmetscherin die reibungslose Kommunikation für den Termin gewährleistete.

Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein hieß die Gäste aus der Tschechischen Republik herzlich willkommen und hob die Bedeutung des Berufsschulzentrums hervor. Wiesau ist sowohl bayern- als auch bundesweit einer der modernsten Standorte im Bereich der Metallausbildung und der vernetzten Steuerungstechnik und verfügt über einen hochwertigen Maschinenpark. Insbesondere das Thema Industrie 4.0, d.h. die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen, wird bei der Ausbildung in Wiesau groß geschrieben. Die Verbindung von Kenntnissen aus den Bereichen IT und Metall geht hier Hand in Hand und soll die Schüler optimal auf den künftigen Arbeitsmarkt vorbereiten. Zu diesem Zweck hat das Berufsschulzentrum in der Vergangenheit bereits viel in seine Modernisierung investiert, weitere Investitionen sollen dieses Jahr noch folgen. Damit verfügt Wiesau über Potenziale, die auch für die Universität Pilsen von Interesse sind. Dass ihm die Kooperation mit den tschechischen Partnern am Herzen liegt, machte Eckstein in einem Appell an die Studenten deutlich: „Wenn Sie ein Anliegen haben oder etwas in der Praxis umsetzen möchten, dann kommen Sie zu uns! Wir helfen Ihnen jederzeit.“

Auch Wolfgang Prebeck, Mitarbeiter in der Schulleitung, unterstrich die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Neben den Hochschulen in Amberg-Weiden, Regensburg und Hof sei die Universität Pilsen ein wichtiger Partner, um die fachliche Qualifizierung künftiger Arbeitnehmer auf ein höheres Niveau zu heben und zugleich neue Perspektiven für Studium und Beruf zu eröffnen. 

Im Anschluss ging es in die Praxis, für die sich die Lehrkräfte Andreas Büttner und Manfred Sladky einiges ausgedacht hatten. Mit dem Designprogramm „Inventor“, das auch an der Universität Pilsen genutzt wird, gestaltete die Gruppe unter fachlicher Anleitung von Andreas Büttner am Computer die Planskizze für einen Smartphone-Halter aus Metall. Die angehenden Ingenieure erkannten dabei sofort Optimierungsbedarf und brachten ihre eigenen Vorschläge und Ideen in die Konstruktion ein. Nachdem die fertigen Daten vom Computer an die Maschinen übertragen worden waren, übernahm Manfred Sladky die praktische Umsetzung. Von der Bearbeitung des Metalls mit einer Wasserstrahlschneideanlage über das Abkanten des Werkstücks bis hin zum Entgraten mittels Sandstrahlen durchliefen die Studenten alle Schritte des Produktionsprozesses. Erstaunt zeigten sie sich dabei über die Unterschiede, die sich zwischen dem theoretischen Entwurf am Computer und der Bearbeitung in der Realität ergaben. Das sei ein wichtiger Aspekt, erläuterte Andreas Büttner, denn die Ingenieure müssten im späteren Berufsleben auch die Verantwortung für die Produzierbarkeit ihrer Konstruktionen übernehmen.       

Für den Nachmittag hatten Andreas Büttner und Wolfgang Prebeck noch etwas Besonderes zu bieten. Bei einer Werksführung durch das Unternehmen „Wiesauplast“  erhielten die Pilsener Besucher Einblick in ein regionales Oberpfälzer Mittelstandsunternehmen aus der Automobilzuliefererbranche. Harald Strobl, kaufmännischer Leiter, und Otakar Maceška, Key Account Manager bei Wiesauplast, erläuterten die grundlegenden Zahlen des 1958 gegründeten Unternehmens und gaben einige interessante Fakten bekannt. So ist jedes dritte Fahrzeug weltweit mit Teilen von Wiesauplast ausgestattet. Die Firma mit einem Jahresumsatz von 60 Millionen Euro und über 300 Angestellten bildet damit einen wichtigen Arbeit- und Impulsgeber in der nördlichen Oberpfalz. In den Fertigungshallen konnten die Studenten u.a. die Vorbereitungen für neue Produkte und die Herstellung von Vorratsbehältern für Bremskraftverstärker besichtigen.

Insgesamt 15 Studenten aus Pilsen hatten sich auf den Weg nach Wiesau gemacht, wo sie von Manfred Sladky, Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein, Andreas Büttner (v.r.) sowie Markus Meinke und Wolfgang Prebeck (v.l.) begrüßt wurden.

Zum Abschluss der Exkursion bestand Einigkeit, dass die Kooperation für beide Seiten einen großen Mehrwert bietet. Die Studenten aus Pilsen möchten bald nach Wiesau zurückkommen, um dort weitere praktische Erfahrungen für ihr Studium zu sammeln. Und in Wiesau laufen bereits die Vorbereitungen für den nächsten Besuch in Pilsen, der spätestens nächstes Frühjahr stattfinden soll.

 

 

Hintergrundinformation:

Die Europaregion Donau-Moldau wurde am 30. Juni 2012 als politisch vereinbarte Arbeitsgemeinschaft zwischen der Oberpfalz, Niederbayern (mit LK Altötting), Pilsen, Südböhmen, Vysočina, Oberösterreich und dem niederösterreichischen Most- und Waldviertel gegründet. Die insgesamt 60.000 Quadratkilometer und 6 Millionen Menschen umfassende Region verfolgt das Ziel, die grenzüberschreitende Vernetzung weiter auszubauen und durch die Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen den Herausforderungen der Zukunft, wie dem Fachkräftemangel oder der Sprachbarriere, effektiv zu begegnen.

Die Europaregion Donau-Moldau wird in der Oberpfalz und in Niederbayern durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (StMFLH) gefördert.

 
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