Das Berufsgrundbildungsjahr der Schreiner ...

... ist ein Vollzeitschuljahr, welches der dualen Ausbildung in den Lehrjahren 2 und 3 vorgeschaltet ist. Es findet für Schüler aus dem Landkreis Tirschenreuth im Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Wiesau statt. Die Lehrbedinungen in den Unterrichtsräumen und Werkstätten der Abteilung Bau/Holz suchen in Bayern ihres Gleichen und können mit Fug und Recht als optimal bezeichnet werden.

Das Engagement des Lehrerteams beschränkt sich nicht nur auf den Unterricht sondern zeigt sich vor allem auch durch die Pflege vielfacher Kontakte zu den Ausbildungsbetrieben und namhafter innovativer Unternehmen  der Holztechnik. Neue Entwicklungen gelangen über den direkten Draht zeitnah in den Lehrstoff.

Die Abteilung Bau/Holz des BSZ Wiesau steht für eine hochwertige, moderne Grundausbildung der angehenden Schreiner des Landkreises Tirschenreuth.

 

 

Informationen zur Ausbildung

Die Idee

In einem Beratungsgespräch mit dem Kunden wird eine Produktidee entwickelt und in einer Skizze festgehalten. Darauf basiert eine Zeichnung, nach der die Werkstücke gefertigt werden. Der Zeichnung werden Gestalt und Größe aller Einzelteile entnommen, und sie ist Grundlage für die Zusammenführung aller Einzelteile. CAD, das Entwerfen und Zeichnen am PC, unterstützt den Schreiner bei diesen Tätigkeiten. Ein gutes Vorstellungsvermögen ist sehr wichtig.

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Die Vorbereitung

Auf Grundlage der Zeichnung entsteht eine Materialliste. Sie umfasst alle Bestandteile des Werkstücks nach Stückzahl, Material und Größe. Nach Ihr werden die Bauteile zugeschnitten und bereitgestellt.

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Die Technik

Einem Schreiner stehen zahlreiche Maschinen zur Verfügung, die die körperlich anstrengende und zeitraubenden Holzbearbeitung von Hand vergangener Zeiten weitgehend ersetzt. Ein moderner Schreinerbetrieb nutzt die Vorzüge einer "CNC-Maschine"(Computergesteuerte Holzbearbeitungsstation). Sie wird von erfahrenen Schreinern programmiert und kann mehrere Arbeitsgänge gleichzeitig erledigen. 

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Das Handwerk

Trotz der hochentwickelten Technik, bleiben dennoch viele feinere Arbeiten, die von geschickten Händen ausgeführt werden müssen. Im Bankraum werden letzte Handgriffe vor dem Zusammenbau des Werkstücks vorgenommen oder Arbeiten ausgeführt, für die die Maschinen nicht geeignet sind.

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Die Oberfläche

Das endgültige Aussehen und der Holzschutz wird durch die entsprechende Behandlung der Oberfläche erreicht. Durch Arbeiten wie Lackieren, Ölen, Wachsen, Bleichen, Beizen usw. enden die Arbeiten in der Holzwerkstatt. 

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Der Einbau

Nach der Fertigstellung aller Teile bekommt der Kunde sein bestelltes Produkt beim Einbau zum ersten Mal zu Gesicht. Sei es im Rohbau das Fenster oder im bewohnten Haus das Einzelmöbel oder eine komplette Inneneinrichtung. Der saubere Einbau und der freundliche Umgang mit dem Kunden sind von hoher Bedeutung für die Zufriedenheit mit dem Produkt und somit auch der Schreinerei.

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Das Schuljahr

Hier wird den Berufsanfängern ein solides theoretisches Grundwissen vermittelt und das Fundament der notwendigen praktischen Fertigkeiten gelegt. Die Ausbildung im zweiten und dritten Lehrjahr erfolgt im dualen System. Die Lehrlinge kommen nur noch einen Tag in die Berufsschule und sind die restliche Woche in ihrem Ausbildungsbetrieb.

Schule

Betrieb

Allgemeinbildende Fächer

4 Wochen Betriebspraktikum

Davon finden 3 Wochen während der Schulzeit und eine Woche in den Ferien statt.

Bei der Wahl eines geeigneten Praktikumsbetriebes mit der Aussicht auf eine Lehrstelle sind die Lehrer des beruflichen Schulzentrums Wiesau behilflich.

Maschinenkurs

der Berufsgenossenschaft findet an der Berufsschule statt.

Inhalt ist der sichere Umgang mit

  • Kleinmaschinen
  • Hobelmaschinen
  • Kreissäge
  • Schleifmaschine
  • Deutsch
  • Sozialkunde
  • Religion
  • Sport
  • 2 Std.
  • 2 Std.
  • 1 Std.
  • 2 Std.

Fachbezogener Unterricht (Theorie und Praxis) 30 Std.

Lernfeld 1 : Einfache Produkte aus Holz herstellen

Lernfeld 2 : Holzprodukte für den Außenbereich herstellen

Lernfeld 3 : Einfache Treppen herstellen

Lernfeld 4 : Einfache Trockenbaukonstruktionen herstellen

Lernfeld 5 : Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen

                   herstellen

Lernfeld 6 : Einfache Einrichtungsgegenstände planen und

                   herstellen


aufgeteilt in die Fächer :

  • Gestalten und Konstruieren
  • Arbeit vorbereiten
  • Fertigen 
  • Montage und Service bieten

Mit dem bestandenen Berufsgrundschuljahr kann der Hauptschulabschluss verliehen werden, und das Jahr wird als erstes Lehrjahr anerkannt.

Neben der Handhabung der traditionellen Holzbearbeitungsmaschinen wird der Computer immer häufiger genutzt. Die Erstellung von lauffähigen Programmen für die CNC-Maschine rückt im Lehrplan immer weiter nach vorne und wird mit dem Anforderungsmerkmal ´Beherrschen´ immer wichtiger.

Auch Schüler, die zu Beginn des Schuljahres noch keine Lehrstelle in Aussicht haben, sich aber für den Umgang mit Holz interessieren, können das Berufsgrundschuljahr besuchen und sich mit guten theoretischen und praktischen Leistungen für eine Lehrstelle empfehlen. Auch heuer können nicht alle freien Lehrstellen in Schreinereien besetzt werden.

Hier wird den Berufsanfängern ein solides theoretisches Grundwissen vermittelt und das Fundament der notwendigen praktischen Fertigkeiten gelegt. Die Ausbildung im zweiten und dritten Lehrjahr erfolgt im dualen System. Die Lehrlinge kommen nur noch einen Tag in die Berufsschule und sind die restliche Woche in ihrem Ausbildungsbetrieb.