Willkommen auf der Seite der Fachschaft Religion!

 

1. Vorbemerkungen:

Hier finden Sie Aufgelesenes und Wissenswertes rund um aktuelle Themen (s.u.) und die alten Grundfragen des Christseins in der modernen Welt.

Allen unseren Auszubildenden, Schülern, Kollegen und Mitarbeitern - sowie den ab März 2015 bei uns tätigen Bauhandwerkern -

an unserem Schulzentrum wünschen wir

                               ein erfolgreiches und unfallfreies Jahr!

 
Eine Ermutigung für alle Fragensteller sowohl an unserer Schule als auch an jene in der Wissenschaft:
 
Der Fortschritt der Wissenschaft,
das ist nicht nur die Weisheit der Alten,
sondern das sind auch
die Fragen der Jungen.
 
( Quelle: der ehem. Bundesforschungsminister H. Riesenhuber )
 
In einem Kommentar der Börsenzeitung vom 30.09.2015 war folgendes, merkenswerte Zitat zu lesen:
"Wer gefragt wird und sich erklären muss, der hinterfragt auch das eigene Handeln und seine Entscheidungen."
 

 

2. Erlesene Fundstücke aus diesem Jahr:

2.1.1 Zu dem blutigen Überfall am 07.01.2015 auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris zwei Nachrichten aus der deutschen Presse:

- die letzte Karikatur von "Charb." mit ihrer fatalen Ironie, wie sie im Deutschlandfunk veröffentlicht wurde.

- der bekannte deutsche Karikaturist und Satiriker Klaus Staeck, zugleich seit 2009 Präsident der Berliner Akademie der Künste sagte in einem Interview mit der "Welt": «Unser wunderbares Wertesystem hat es geschafft, dass man auch den Papst karikieren kann und trotzdem steht niemand mit einer Pistole oder einer Kalaschnikow an der Tür. Diese Freiheit haben gerade wir Deutschen mühsam genug errungen. Wir sollten sie keinesfalls aufs Spiel setzen».

Ähnlich äußerst sich auch der Kommentator im Hamburger Abendblatt; diese und weitere Stimmen zu dem Anschlag und zu vielen anderen jeweils aktuellen Themen finden sich in der immer wieder empfehlenswerten Presseschau des Deutschlandfunks.

Noch ein interessanter Kommentar aus der frz. Zeitung "Le Parisien" vom 18.01.2015: "Hüten wir uns davor, zu glauben, dass diese Anhänger einer `Ideologie´ des Massakers und des Hasses im Namen der Muslime sprechen. Sie gehören tatsächlich zu einer barbarischen Sekte, die die Religion gekidnappt und den Islam entstellt hat. Wenn Frankreich mit seinen Werten wie Toleranz und Humanismus bedroht ist, dann weil es alles repräsentiert, was diese Fanatiker hassen. Das ist das, was wir lieben: Menschenrechte, Demokratie, Freiheit." Quelle: FAZ vom 19.01.2015, S. 2

 

2.1.2 Fragen, über den Tag hinaus:

Samuel Schirmbeck macht in seinem Essay: "Die Linke im Muff von tausend Jahren" drei interessante Aussagen zum Islam bei uns und in seinen Hauptregionen.

(1) Vom Großmufti von Marseille, Soheib Bencheikh, zitiert er kritische Aussagen zur Koranrezeption: "Die Tiefe und die geistige Dimension des Koran wurden verschüttet. ... Man läuft Gefahr, den Islam auf dem Niveau der damaligen Beduinengesellschaft festzuschreiben und ihn für immer im sechsten Jahrh. n. Chr. festzunageln. Die himmlischen Herrscharen sind (sc. scheinbar) nur damit beschäftigt, Bekleidungs- und Nahrungsregeln zu erlassen - wie eine himmlische Hausordnung! Wahrhaftig eine platte, ausgetrocknete Vorstellung von der Religion. .... In der Welt der Moscheen herrscht oft noch die Dummheit, die Unwissenheit. Niemals ein Wort der Selbstkritik. Niemals! Die ganze Welt hat Unrecht, und wir ruhen uns auf unserer kleinen Wahrheit aus. Das zeigt eine Denkfaulheit, wie sie typisch ist für das Ende großer Dynastien."

(2) Überall auf der Welt, wo der Islam Macht bekommt, werden Frauenrechte und Gedankenfreiheit eingeschränkt, Minderheiten verfolgt.

(3) Zum Abschluss folgt noch ein Hinweis auf den "Offenen Brief an die muslimische Welt" vom musl. Philosophen Abdennour Bidar.

Meine Anmerkungen dazu: Die Aussagen unter (1) erinnern mich von weitem an die kritischen Wort von Papst Franziskus an seine Führungsmitarbeiter im Vatikan. Die These unter (2) erscheint mir in ihrer Pauschalität zweifelhaft, angreifbar. Mal schauen ob sich Gegenargumente entdecken lassen; so schlimm wird es doch in der musl. Welt hoffentlich nicht sein - oder?

2.1.3 In einem FAZ-Artikel über den Maler George Grosz, der wegen seiner Karikatur: "Christus mit der Gasmaske" in den 1920er Jahren vor Gericht gestellt worden war, konnte man folgende interessante Aussage lesen: "Der Titel von >Charlie< nimmt aus laizistischer Perspektive eine Religion aufs Korn, deren Extremisten nicht vor Gericht ziehen, sondern Ankläger, Richter und Henker in einem sind." ( FAZ vom 31.01.2015, S. 13 )

 

3.1 Zwei denkwürdige Zitate von Richard von Weizsäcker ( gestorben am 31. Januar 2015 ): "Als Christen unterscheiden wir zwischen dem Letzten und dem Vorletzten. Unsere Existenz haben wir vom Letzten her, vom Reich Gottes. Wir leben aber nicht in diesem Letzten, sondern im Vorletzten, in der noch unerlösten Welt. Die Spannung zwischen beidem bestimmt unaufhörlich unsere Existenz." Und als letzten Satz unter von ihm verfasste Kondolenzschreiben hat er selber gern formuliert, dass bei aller Trauer über den schmerzhaften Verlust und unausweichlichen Abschied doch die Dankbarkeit für das Wesen und Wirken des Verstorbenen überwiegen möge!

3.2 Zur Trauerbewältigung für die vielen Hinterbliebenen des Flugzeugabsturzes vom 24. März 2015 in den französichen Alpen war ein nachdenklich machendes Zitat zu lesen: "Trauernden hilft die Ahnung, in einem größeren Ganzen aufgehoben zu sein" ( aus dem Buch "Plötzlich tot" von Bernadette und Klaus Rüggeberg ). Ob dabei allerdings die Anteilnahme unserer Politiker, Sportler und anderer wichtiger Menschen in unserem Lande ausreicht, um bei den Zurückbleibenden die aufgerissenen Wunden zu heilen, die bohrenden Fragen zu lindern?

 

4.1.1 In der Rezension eines Buches von C. Marsh über den großen, in Flossenbürg hingerichteten Dietrich Bonhoeffer war das nachfolgende Zitat Bonhoeffers zu lesen: "Nichts von dem, was wir im anderen verachten, ist uns selbst ganz fremd."

4.1.2 Von Hans von Dohnanyi, einem 1902 geborenen Widerstandskämpfer, der am 8.4.1945 hingerichtet wurde,  findet man aus einem Brief aus der Gefangenschaft an seinen 15-jährigen Sohn den nachfolgenden Rat: Den Glauben an das Gute im Menschen auch um den Preis von Enttäuschungen zu bewahren; das sei besser, als ein Menschenfeind zu werden!

4.2 In einem Bericht über die Grundsteinlegung für das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt in Regensburg war ein in einem ganz anderen Kontext gesprochenes aber zur gleichen Problematik passendes Zitat von unserem Ministerpräsidenten H. Seehofer zu lesen:  "Der Stolz auf die eigene Kultur ist die Basis für den Respekt gegenüber anderen".

Zwei Zitate mit ganz unterschiedlichem, historischen Hintergrund zum Themenkomplex des Umgangs mit anderen Lebensarten und Kulturen, denen manche Zeitgenossen leider mehr mit Vorbehalten denn mit Respekt begegnen.

 

5.1 Zur Willkommens-Kultur gegenüber den Kriegsflüchtlingen möchte ich drei wichtige Zitate unserer Kanzlerin notieren.

Ende August sagte sie: "Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden."

Anfangs September machte sie eine selbstverständliche Bemerkung: „Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze; das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen“.

Mitte September wurde sie zornig: "Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen müssen, uns zu entschuldigen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land."

Als Ausblick noch ein Zitat aus dem Buch "21.0. - eine kurze Geschichte der Gegenwart" von Andreas Rödder: "Der historischen Erfahrung nach wird die Zukunft in doppeltem Sinne anders sein: anders als die Gegenwart und ander als gedacht".

5.2 Und wie reagieren Muslime in Deutschland?

In einem Artikel zur zukünftigen Entwicklung des Islam in Deutschland schreibt die Autorin Mariam Lau über die traditionell türkisch-stämmigen, nicht arabisch sprechenden Imame: "Die Freitagspredigten haben manchmal etwas Routiniertes, schnell Konsumierbares - da ist wenig Leben drin, wenig Theologie, nichts für junge Leute, die nach Sinn hungern." Inhaltlich Ähnliches erleben wir Christen auch bei vielen Predigten in unseren Kirchen.

Auch in der Haltung gegenüber den weltlichen Dingen und Werten begegnen einem bekannte Anschauungen: "Flüchtlinge in meiner Moschee?" zitiert sie einen Imam, "da wird mir doch der Teppich dreckig!"

Die jungen Muslime aus Syrien haben genug vom islamistischen Extremismus! Und sie machen in D. die Erfahrung, dass "die Mehrzahl der Menschen, die ihnen helfen, keine Muslime sind, und niemanden bekehren wollen. Und dass ihre reichen arabischen Brüder in den Golfstaaten keinen Finger für sie krumm machen."

5.3 In einem Interview mit dem 71-jährigen Mediziner Dr. Hani Al-Kabbani aus Amberg sind viele interessante Details zum Bürgerkrieg in Syrien und dessen Hintergründe und Folgen nachzulesen.

5.4 Unser Bundespräsident Hans-Joachim Gauck hat in einer bemerkenswerten Rede zur Eröffnung der 40. Interkulturellen Woche am 27.09.2015 in Mainz mehr über die kommenden Herausforderungen und weniger über die damit verbundenen Chancen gesprochen.

5.5 Häufig werden im Unterricht auch diverse Ängste rund um die Zuwanderung von Zuflucht suchenden Menschen geäußert. Dazu war in der "Zeit" ein interessanter Artikel mit dem Thema: "Angst ist ok" zu lesen.

Ebenfalls dort war eine Kolumne vom Bundesrichter Thomas Fischer zu lesen, die sich mit dem Scheinargument von weltweit rd. 60 Millionen Flüchtlingen in ironischer Weise auseinandersetzt, mit dem mancher, nur flüchtig besorgte Zeitgenosse seine hasenfüßigen Zuhörer schrecken will:

"360.000 Quadratkilometer für 82 Millionen angebliche Deutsche macht 4.300 m² pro deutschen Menschen (220 pro km²). Kämen nun, sagen wir mal 60 Millionen dazu (derzeit geschätzte Zahl der Kriegsflüchtlinge auf der Welt), blieben für jeden gerade einmal noch 2.600 m², die Dichte stiege auf 360 pro km² an. Das entspricht ziemlich genau der Bevölkerungsdichte von Israel (370), Indien (370) oder Japan (340) und liegt zwischen den Niederlanden (400) und Belgien (350). In Bangladesch (1070) gilt das als gähnende Leere; auch in Südkorea (520) ist's ein bisschen enger. Trotzdem – und auch dies muss man einmal sagen dürfen: Die schaffen das."

5.6 In einem Gastkommentar für die NZZ vom 04.11.2015 machte der Politologe H. Theisen einige Aussagen über die Ursachen der aktuellen  Migrationskrise: "Hinter dem westlichen Universalismus (sc. und seinem Streben nach demokratischen Verhältnissen in den angrenzenden orientalischen Regionen) verbirgt sich sowohl die Verabsolutierung weltlicher Machtziele als auch des christlichen Liebesuniversalismus, allerdings in einer profanierten, verkitschten Form ohne Erbsünde, ohne irdisches Jammertal. Solche Direktübertragungen des Himmels auf die Erde gehen immer schlecht aus, weil sie Absolutes mit Relativem und Unendliches mit Endlichem verwechseln."

 

6. Am 25. Sept. 2015 wurden auf einem UN-Gipfeltreffen, bei dem Papst Franziskus die Eröffnungsansprache gehalten hatte, die Sustainable Development Goals (SDGs), also Nachhaltigkeitsziele, beschlossen. Bis 2030 sollen diese insgesamt 17 Ziele erreicht werden:

1. Kein Mensch auf der Welt soll mehr in extremer Armut

    (also von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag) leben.

2. Kein Mensch soll mehr Hunger leiden

3. Der Gesundheitszustand der Menschheit soll verbessert werden

4. Alle Menschen sollen Zugang zu Bildung haben

5. Keine Diskriminierung mehr gegen Frauen

6. Alle Menschen sollen frisches Trinkwasser und Toiletten haben

7. Förderung von erneuerbaren Energien

8. Wachstum der Wirtschaft und Jobs für alle Menschen

9. Ausbau von Infrastruktur und Industrialisierung

10. Abbau des Wohlstandsgefälles

11. Erhöhung von Lebensqualität für alle Städtebewohner

12. Produktion und Verbrauch von Lebensmitteln sollen nachhaltiger werden

13. Der Klimawandel soll bekämpft werden

14. Meere sollen besser geschützt werden

15. Wälder und Biodiversität sollen besser geschützt werden

16. Gewalt und Korruption soll beendet werden

17. Globale Zusammenarbeit bei nachhaltiger Entwicklung soll gestärkt werden

 

7. In den vergangenen Tagen wurden die diesjährigen Nobel-Preisträger bekanntgegeben. Für einen Laien wurden dabei ganz erstaunliche Forscher preisgekrönt. Mit Angus Deaton wurde ein Ökonom ausgezeichnet, der sich mit dem Thema der Ungleichheit, der Armut beschäftigt hat. In der FAZ war über ihn zu lesen, dass er kein Egalitarist ist, also keiner der absolute ökonomische Gleichheit für ideal hält. "Ohne Ungleichheit gebe es keine Anreize, sich hochzuarbeiten." Aber auch zu große Ungleichheiten schaden der Wirtschaft, weil sie "die gesellschaftlichen und politischen Institutionen untergraben, die für den Aufstieg aus der Armut notwendig sind."

Ebenfalls für die armen Regionen unserer Welt bedeutsam sind die Forschungen der 84-jährigen Chinesin Tu Youyou.  Auf der Suche nach einem Mittel gegen Malaria wurde sie in alten chinesischen Schriften fündig. Dort las sie von der Heilkraft des Einjährigen Beifußes. Diese Pflanze wird in der TCM schon lange gegen Fieber eingesetzt. Frau Prof. Tu stellte die Wirksamkeit bei Malaria fest und konnte den Heilstoff Artemisinin schon 1971 isolieren. Auf dessen Basis wurden schließlich Medikamente entwickelt, die schon Millionen Menschen das Leben gerettet haben – vor allem in Entwicklungsländern. Dafür hat die Wissenschaftlerin nun 44 Jahre später weltweite Anerkennung erfahren dürfen, endlich.

8. Einige Kommentare mit religiösen Andeutungen und Hintergründen zum Mann des Jahres 201... ?

- Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. (Karl Valentin)
- Wer den Teufel ruft, muss auch mit dem Teufel leben!
- "... der Meister der Fake News, wirft den Medien vor, Fake News über seine Regierung zu verbreiten." ( aus einem Kommentar der SZ vom 25.02.2017 )
- Er "ist nicht interessiert an gutem Journalismus. Er beurteilt Journalismus allein danach, ob er ihm huldigt oder nicht." (SZ, 26.02.2017)
- "Der Enkel eines Einwanderers heiratete zweimal eine Migrantin der ersten Generation und könnte eigentlich ein Fürsprecher der Einwanderer sein. ... Der Schaden für ein Land, das seine Stärke stets aus der Einwanderung bezogen hat, wird immens sein, ganz zu schweigen von dem Leid der betroffenen Menschen."
(FAZ vom 14.03.2017, S. 11)
- Die SZ (27.03.2017; Seite Drei) über die abgesagte Obamacare - Abstimmung.
 

z. Etwas Aufmunterndes zum Schluss ...

z.1 Zum Nachlesen: die aus dem Kirchenschlaf aufrüttelnde Weihnachtsansprache 2014 an die Kurie von Papst Franziskus, in der er mit dem Größenwahn und der Geschwätzigkeit der betagten Oberhirten hart ins Gericht geht.

z.2 An anderer Stelle war unter der Überschrift: "Papst Franziskus versteckt sich nicht hinter Floskeln und Formeln" ein Artikel von D. Deckers in der FAZ vom 21.01.2015 auf S. 8 zu lesen:

"Der Stoff seiner Betrachtungen war das Leben mit all seinen Brüchen und Widersprüchen, seine Sprache die der Bibel als einem Buch, dem nichts Menschliches fremd ist, sein Blick der eines Hirten, der seine Schafte in erster Linie nicht überwacht und auch nicht bewacht, sondern der bei seiner Herde wacht und sie begleitet." 

Oder noch ein weiteres Zitat: Den neu ernannten Kardinälen schrieb er eine Mahnung - sie sollten sich nichts auf die Berufung ( zum Kard. ) einbilden, sondern lieber beten und Buße tun. Übermut sei so wenig angebracht "wie Grappa auf nüchternen Magen".

Warum er so handelt und volksnah redet?

"Zu viel steht für seine Kirche und ihre Botschaft auf dem Spiel, als dass er seine Anliegen hinter Floskeln und Formeln verstecken wollte. Denn Rom und Europa sind nur noch im übertragenen Sinn das Zentrum dieser Kirche. Die meisten der rund 1,3 Milliarden Katholiken leben dort, wo er aufgewachsen ist: im Süden der Erdkugel."

Ein weiteres Beispiel (SZ, 24.02.2017) seiner offenen, direkten Ansprache: "Es sei besser, ein Atheist zu sein als ein heuchlerischer Katholik" und erläuternd dazu: "Es gebe Menschen, die sagten, sie seien sehr katholisch, gingen immer zur Messe, gehörten dieser oder jener Organisation an." Ehrlicherweise sollten diese Personen dem aber noch hinzufügen: "Mein Leben ist aber nicht christlich, ich zahle meinen Angestellten keinen angemessenen Lohn, ich nutze die Menschen aus, ich mache schmutzige Geschäfte, ich wasche Geld, ich führe ein Doppelleben."

Als Beispiel erzählt er eine kleine Geschichte: Ein Unternehmen steht kurz vor dem Ruin. Die Angestellten haben kein Geld mehr, um ihre Grundbedürfnisse zu stillen, weil sie keinen Lohn mehr erhalten. Währenddessen verbringt der Leiter des Unternehmens, ein Katholik, seine Winterferien am Strand im Nahen Osten.

z.3 In Österreich wurde die weitere Entwicklung nach dem Wahlsieg von Hans-Christian Strache, dem Anführer der FPÖ in Oberösterreich ganz lapidar mit folgendem Satz kommentiert: "Er muss weiterhin nur machen, was er inhaltlich gut kann: nicht viel."

z.4 Eine Empfehlung zum guten Ende:

Wer jahrelang regelmäßig meditiert, tut nicht nur seiner Seele etwas Gutes ... es nimmt auch die Masse der grauen Hirnsubstanz, die eine Art Schutzschild darstellt, weniger schnell ab, als ohne Meditation.

Allerdings ließ sich in einer Studie von Neurologen der University of California in LA kein ursächlicher Zusammenhang mit dem Meditieren nachweisen. Angemerkt sei noch, dass es neben den populären, in Ruhe sitzenden (Vor-)Stellungen auch noch viele andere Arten des In-sich-Gehens gibt.

z.5 Last but not least: Ein schöner Kirchenwitz

Zwei Juden, Blau und Kohn, unterhalten sich über die christlichen Kirchen: Kohn beklagt die Selbstherrlichkeit der oberen Geistlichkeit, die Arroganz und so auch das Verstecken des Kreuzes (auf dem Tempelberg in Jerusalem von B.-S. und M.) Wenige Wochen später ist Kohn christlich getauft. Blau fragt entsetzt: "Wieso das, mit Recht schimpfst Du auf die christlichen Kirchen, und jetzt gehörst du selber dazu?" Kohns Antwort: "Mir wurde klar, bei einer Geistlichkeit, die so meschugge ist, da muss die Religion, die das alles erträgt, die beste sein!"
 
und ein aufmunternder Satz
 
 "Wir haben verlernt, den Glauben mit Weisheit anzunehmen, mit Hingabe zu vertiefen und mit Liebe zu praktizieren." ( vom Islamwissenschaftler Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück) - der auch mein schulisches Arbeiten bestärken kann.
 

 

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